Motea Tulaimat aus Syrien hat es geschafft: mit der Anerkennung seines ausländischen Berufsabschlusses konnte er eine passende Arbeit finden.
Viele Hürden mussten bis dahin genommen werden.


 

Er sitzt mit Kopfhörern vor seinem Computer und telefoniert. Dass es mit der deutschen Sprache hier und da noch etwas hakt, stört seine Kunden kaum. Er macht seinen Job gerne: Motea Tulaimat ist ausgebildeter Zahntechniker.


Mehr Chancen durch eine Anerkennung

Gelernt hat der gebürtige Syrer seinen Beruf in Jordanien. Seit 2015 ist er in Deutschland. Verschiedene Sprachkurse und ein Praktikum später hörte Herr Tulaimat von der Möglichkeit, seinen ausländischen Berufsabschluss in Deutschland anerkennen zu lassen. Dazu wandte er sich an die sogenannte Informations- und Beratungsstelle Anerkennung für Südthüringen (kurz: IBAT Süd) bei der SBH Südost GmbH in Meinungen – ein Projekt des Landesnetzwerks Thüringen im Rahmen des bundesweiten Förderprogramms "Integration durch Qualifizierung (IQ)". „Das war für mich die Chance, beruflich weiter zu kommen“, erzählt Herr Tulaimat. Zwar sei der Beruf des Zahntechnikers in Deutschland nicht reglementiert, erklärt Cornelia Schuchert, Standortkoordinatorin der SBH Südost und Projektleiterin der IBAT Süd. „Das heißt, er kann auch ohne Anerkennung bei uns arbeiten.“ Jedoch sorge die Feststellung der Gleichwertigkeit durch die zuständige Stelle für Transparenz hinsichtlich Kenntnissen und Fähigkeiten, die durch die Ausbildung erworben wurden. Das erhöht die Erfolgschancen bei der Jobsuche

Ein langer Weg beginnt

Erforderliche Unterlagen, Antragsverfahren, Termine bei der Handwerkskammer in Suhl - der Weg bis zum positiven Bescheid war lang. „Es ist ein zeitaufwendiger und nervenaufreibender Prozess. 2017 haben wir den Antrag gestellt, im Sommer 2019 kam dann endlich der Bescheid“, erklärt Cornelia Schuchert. Und Motea Tulaimat ergänzt: „Ich bin froh, dass sich die SBH die ganze Zeit so gut um mich gekümmert hat.“. Jetzt, ein Jahr später, steht der Familienvater mit beiden Beinen wieder fest im Berufsleben. Bei einem Maschinenbauunternehmen im hessischen Eiterfeld kümmert er sich unter anderem um den Kundenservice für die Fräs-Maschinen, die in Zahnarztpraxen zum Einsatz kommen. „Er ist ein sehr engagierter Mann, immer freundlich und verlässlich“, findet Personalerin Sophia Stark. „Er hatte auch keine Scheu, mal Fragen zu stellen, wenn er etwas nicht verstanden hat.“ Der Antrag auf Anerkennung seines ausländischen Berufsabschlusses habe bei der Einstellung zusätzliche Sicherheit gegeben. „Und heute sind wir froh, dass wir ihm die Chance gegeben haben“, sagt Sophia Stark.

IQ unterstützt

Anerkennungsberaterin Cornelia Schuchert freut sich über das eindrucksvolle Beispiel gelungener Integration. „Wir helfen gerne allen Ratsuchenden, die zu uns kommen.“
Beratung bieten die Mitarbeiter*innen der SBH neben der IBAT Süd in Meiningen auch in den Landkreisen Hildburghausen und Sonneberg sowie der kreisfreien Stadt Suhl an.

 

Von Ankunft bis Anerkennung - klicken Sie den folgenden Button an, um den Weg von Motea Tulaimat auf einen Blick zu sehen.

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