Fachtagung "5 Jahre Anerkennungsgesetz - gelernt ist gelernt"

Viel Lob für Anerkennungsgesetz

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"Das Anerkennungsgesetz wirkt. Die Berufsanerkennung verbessert die Lebenslagen von ausländischen Fachkräften. Sie werden vor ihrer Anerkennungoft unterqualifiziert beschäftigt." - Das sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka bei der Fachtagung anlässlich des 5. Jahrestags des Gesetzes zur Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse am 21. Juni in Berlin.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung empfing rund 300 Gäste aus Politik, Organisationen und Behörden sowie Gesellschaft und Wirtschaft. Gefeiert wurde in der Akademie der Künste am Pariser Platz.

Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einer Rede der Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka. Sie hob die gesellschaftliche Bedeutung der Anerkennung beruflicher Abschlüsse hervor. Sie lobte die hohen Erfolgszahlen bei den Anerkennungsverfahren. "Die geringe Ablehnungsquote ist ein Qualitätssiegel für die Beratung." Ein weiterer wichtiger Fortschritt sei die Möglichkeit der Auszahlung eines Anerkennungszuschusses.

Aber auch Probleme wurden angesprochen, so z.B. die unterschiedliche Verwaltungspraxis in den einzelnen Bundesländern. "Wir brauchen bundesweit einheitliche Prozesse", sagte Wanka. Dies sei vor allem im Gesundheitsbereich nötig. Daher forderte die Ministerin "einheitliche Prozesse".

Auch der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, hatte konkrete Verbesserungsvorschläge. So könne man beispielsweise "Teile des deutschen Spracherwerbs ins Ausland verlegen". Damit würde verhindert, dass Zuwanderer, die bereits in Deutschland sind, längere Wartezeiten für Sprachkurse hätten.

Anschließend wurden die Ergebnisse einer unabhängigen Evaluation der Wirkung des Anerkennungsgesetzes vorgestellt. "Es ist ein Verfahren, das wirklich angekommen ist", resümiert Dr. Stefan Ekert von der Firma InterVal GmbH. Besonders profitiert vom 2012 verabschiedeten Anerkennungsgesetzes haben Angehörige von Drittstaaten sowie Fachkräfte mit nicht-reglementierten Berufen. Neun von zehn Zuwanderern, die sich ihren Abschluss anerkennen ließen, sind inzwischen erwerbstätig. Damit hat die gesetzliche Regelung des Anerkennungsverfahrens auch positive Auswirkungen auf Unternehmen. Mit der Anerkennung kann Fachkräfteengpässen auf dem Arbeitsmarkt begegnet werden. Nach erfolgreichem Abschluss des Verfahrens steigt die Beschäftigung um mehr als 50%. Zudem steigt das Monatseinkommen von ausländischen Mitarbeitenden nach erfolgreicher Anerkennung um durchschnittlich 40%.

Quellen: https://www.anerkennung-in-deutschland.de/html/de/news_2967.php; https://www.deutschland-kann-das.de/Content/DE/Artikel/2017/06/2017-06-07-berufsanerkennung-bericht.html?nn=1959526

 

Mehr Informationen zur Anerkennung ausländischer Qualifikationen und der Fachtagung finden Sie unter www.iq-thueringen.de/iq-beratung und beim Anerkennungsportal https://www.anerkennung-in-deutschland.de/html/de/.

 

Kontakt

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